HINTERGRÜNDE

BRAINSPOTTING, EMDR UND TRAUMAHEILUNG

Brainspotting (BSP) ist ein auf mentaler, emotionaler, körperlicher und energetischer Ebene wirkendes traumalösendes Verfahren.

Traumata jeder Art können mit Brainspotting aufgespürt, bearbeitet und – je nach Ausprägung, mehr oder weniger schnell – aufgelöst werden.

Mit BSP wurde von David Grand eine Behandlungsmethode entdeckt und weiterentwickelt, die es uns ermöglicht Zugang zu dem vorsprachlichen Bereich in uns zu erhalten und zu Ebenen, die jenseits unserer gewohnten Kommunikation liegen. Eingebettet in eine vertrauensvolle und tragende Beziehung ist es ein sehr wertvolles Instrument im therapeutischen und klinischen Praxisalltag, das unzähligen Menschen wieder ein würdiges Leben ermöglicht.

Zudem ist es eine Methode, die es ermöglicht, ein traumatisches Erlebnis zu bearbeiten und aufzulösen ohne darüber sprechen zu müssen, was in jeder Hinsicht eine Erleichterung darstellt.

 

WIE FUNKTIONIERT BRAINSPOTTING?

Jede unserer Erfahrungen ist in einem bestimmten Teil unseres Gehirns gespeichert, die wiederum mit einer bestimmten Blickrichtung (dem Brainspot) verknüpft ist. Sind sie z.B. als Kind von links von einem Hund angefallen und gebissen worden, werden wir in diesem Bereich ihres Blickfeldes den Brainspot finden.

 

ABLAUF EINER SITZUNG

Je nach Stimmigkeit und Vorerfahrung können wir schon beim ersten Termin in das Brainspotting einsteigen. Häufig ist während unseres Gesprächs über ihre Thematik erkennbar, an welcher Stelle in ihrem Gesichtsfeld  in etwa der Brainspot liegt – dieser wird gefunden, indem sie der Spitze eines von mir geführten Präsentierstabes mit den Augen folgen.

Genau lokalisiert wird dieser, indem ich oder wir beide gemeinsam herausfinden, an welchem Punkt die größte Resonanz feststellbar ist. Diese zeigt sich durch Augenflattern, plötzliche Bewegungen, Schmerzen, Schlucken, Erstarren oder andere Phänomene, die wahrgenommen werden. Haben wir den sog. Aktivierungspunkt gefunden, finden wir heraus, wie stark sie das belastende Thema spüren können und wie hoch sie die Stärke auf einer Skala von 1 bis 10 einschätzen. Für die ersten Sitzungen ist die Skala eine gute Unterstützung, da sie die Wirksamkeit sichtbar macht. Zusätzlich suchen wir den sog.  Ressourcenpunkt, der Punkt an dem sie bestmöglich entspannt und mit einem wohligen oder alternativ mit einem neutralen Gefühl in Kontakt sind. Im Kontakt und im Wechsel zwischen diesen beiden Punkten findet die Verarbeitung statt.

 

TRAUMA-AUSLÖSEND KÖNNEN FOLGENDE ERLEBNISSE SEIN

Körperliche, emotionale oder energetische Übergriffe, Verlassenwerden, Vernachlässigung, Unfälle, Operationen, Aufenthalte im Krankenhaus, Schmerzzustände, das Erleben von Krieg oder Umweltkatastrophen,  Verlusterfahrungen durch Trennung oder Tod von nahestehenden Menschen oder das Beobachten eines überfordernden Erlebnisses.

Beim Erleben eines traumatischen (subjektiv als bedrohlich oder überfordernd wahrgenommenen) Ereignisses haben wir drei Reaktionsmöglichkeiten.

 

KAMPF, FLUCHT ODER ERSTARRUNG

Häufig bleibt uns als einzige Reaktionsmöglichkeit die Erstarrung. Dadurch erfolgt eine extreme Blockierung des sympathischen Nervensystems. Wir haben keine Möglichkeit, bewusst in diesen Vorgang einzugreifen, es ist ein reflexhaftes Geschehen, durch das das Erlebte in unserem Körper eingefroren wird. Die normalerweise stattfindende Verarbeitung im Gehirn ist nicht mehr möglich und somit steckt das Ereignis in unserem System fest und verursacht dort eine Vielzahl von Beschwerden, körperlicher oder emotionaler Art. Sehr bewährt hat sich die Kombination mit körperorientierter Gestalttherapie oder auch Healing-Touch-Behandlungen, je nachdem auf welcher Ebene der Kontakt am leichtesten ist.